Die Ausgangslage: Die Treppe als architektonisches Zentrum
Bei einem Neubau in Winterthur war die offene Treppe über drei Geschosse bewusst als zentrales Gestaltungselement des Hauses geplant. Die Bauherrschaft wünschte sich ein Geländer, das mehr ist als reine Absturzsicherung — ein Unikat, das den architektonischen Anspruch des ganzen Hauses widerspiegelt.
Die Lösung: Ein individuell gezeichnetes Musterbild
Gemeinsam mit dem Architekturbüro haben wir ein abstraktes Dreiecksmuster entworfen, das in unterschiedlicher Dichte über die volle Höhe der Treppe verläuft — enger im unteren, sicherheitsrelevanten Bereich, offener weiter oben. Die einzelnen Stahlelemente wurden lasergeschnitten und anschliessend pulverbeschichtet, um über Jahre eine gleichmässige, kratzfeste Oberfläche zu gewährleisten.
Als Kontrast zum kühlen, geometrischen Stahlmuster kam ein warmer, geölter Eichenhandlauf zum Einsatz. Diese Materialkombination war ein zentraler Wunsch der Bauherrschaft, um dem Treppenhaus trotz des reduzierten Designs Wohnlichkeit zu verleihen.
Fertigung und Montage
Weil das Muster über drei Geschosse durchgängig und ohne sichtbaren Bruch verlaufen sollte, wurde die gesamte Treppe zunächst digital in unserer Werkstatt geplant und in einzelne Segmente unterteilt. Jedes Segment wurde nummeriert und in der exakt richtigen Reihenfolge vor Ort montiert, damit das Muster nahtlos ineinander übergeht.
Das Ergebnis
Das Geländer ist heute das prägende Gestaltungselement des Treppenhauses und wurde von der Bauherrschaft bereits mehrfach Gästen und Interessenten als eigenständiges architektonisches Detail vorgeführt.









